„Eine Website kostet doch heute nichts mehr: Baukasten, zehn Euro im Monat, fertig.“ Den Satz hast du vielleicht auch schon gehört. Er stimmt nur zur Hälfte. Die eigentliche Frage lautet nicht „Was kostet eine Website?“, sondern: „Was kostet sie mich über die ganze Zeit, in der ich sie nutze – und was bekomme ich dafür?“
Genau das vergleiche ich hier für die beiden gängigen Modelle: einmal kaufen oder monatlich mieten. Zur Transparenz: Wir bieten beides an, eine Website zum Festpreis und ein Website-Abo. Deshalb zeige ich auch, wann sich das Abo nicht lohnt.
Das Einmalzahlungs-Modell: Der Kaufpreis ist nur der Anfang
Beim Kauf zahlst du die Erstellung einmal, und die Website gehört dir. Das ist ein echter Vorteil. Je nach Umfang und Anbieter reicht die Spanne für kleine Unternehmen grob von rund 1.000 € bis zu mehreren tausend Euro. Was dabei oft untergeht: Mit dem Livegang fängt der Betrieb erst an.
Laufende Kosten, die du einplanen solltest:
- Hosting und Domain: Die Domain kostet ab etwa 12 € im Jahr, Hosting je nach Anbieter und Anspruch zwischen wenigen Euro und deutlich höheren Beträgen im Monat.
- Wartung: Ein WordPress-System will gepflegt werden – Updates für Kern, Plugins und Themes, ab und zu ein Wechsel der PHP-Version. Das kostet entweder deine Zeit oder einen Wartungsvertrag.
- Sicherheit: Veraltete Plugins und Themes sind ein klassisches Einfallstor für Angriffe. Eine gehackte Seite zu bereinigen kostet Zeit, Geld und im schlimmsten Fall Vertrauen.
- Änderungen: Neue Leistung, neues Teamfoto, neue Unterseite – wer nicht selbst ran will, zahlt pro Auftrag oder Stunde.
- Abhängigkeit: Ist der ursprüngliche Entwickler nicht mehr erreichbar, muss sich jemand Neues erst einarbeiten. Auch das kostet.
- Relaunch: Irgendwann wirkt jede Website veraltet. Plan die nächste Version ein, statt dich davon überraschen zu lassen.
Das heißt nicht, dass der Kauf schlecht ist. Es heißt nur: Wer den Kaufpreis direkt mit einer Abo-Rate vergleicht, vergleicht Äpfel mit Birnen.
Das Website-Abo-Modell: Planbare Kosten, aber Miete statt Eigentum
Beim Website-Abo zahlst du statt einer großen Summe einen festen Monatsbetrag. So funktioniert es bei uns:
- ab 129 € im Monat, ohne Setup-Gebühr und ohne Anzahlung
- die erste Rechnung kommt erst, wenn die Website live geht
- monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit
- Hosting, SSL, Entwicklung und Support sind enthalten
- kleinere Änderungen (Texte, Bilder, Farben) sind inklusive, größere Umbauten kalkulieren wir separat
- du brauchst nur eine eigene Domain (ab ca. 12 € im Jahr)
- online in der Regel 7 Werktage nach Erstgespräch und freigegebenem Konzept
Technisch setzen wir auf Next.js statt WordPress. Für dich heißt das: Es gibt keine Plugins, die du aktualisieren musst, und um die technische Pflege kümmern wir uns. Unsere Preise sind übrigens Endpreise – als Kleinunternehmer nach § 19 UStG berechnen wir keine Umsatzsteuer. Achte beim Vergleich mit anderen Angeboten darauf, ob dort netto oder brutto steht.
Der Haken, den du kennen solltest: Im Abo gehört die Website nicht dir. Das Modell funktioniert wie eine Miete. Kündigst du, nehmen wir die Website zum Ende des laufenden Monats offline. Deine Domain bleibt deine, weil du sie selbst registrierst. Wer die Website dauerhaft besitzen will, ist mit dem Kauf besser bedient. Wie das Mietmodell grundsätzlich funktioniert, erklärt der Beitrag Website mieten statt kaufen.
Der Kostenvergleich über drei Jahre
Ein Rechenbeispiel mit Annahmen – setz gern deine eigenen Zahlen ein. Verglichen wird das Abo mit einer gekauften Business-Website zu unserem Festpreis von 1.890 €. Die Domain fällt in beiden Fällen an und ist deshalb weggelassen.
| Posten über 36 Monate | Kauf | Abo |
|---|---|---|
| Erstellung | 1.890 € | 0 € |
| Hosting (Annahme beim Kauf: 15 € im Monat) | 540 € | inklusive |
| Updates und kleine Änderungen (Annahme beim Kauf: 30 € im Monat) | 1.080 € | inklusive |
| Abo-Gebühr (129 € im Monat) | – | 4.644 € |
| Summe nach drei Jahren | 3.510 € | 4.644 € |
In diesem Beispiel ist der Kauf nach drei Jahren gut 1.100 € günstiger. Den Gleichstand findest du mit einer einfachen Formel: Kaufpreis geteilt durch die monatliche Differenz der laufenden Kosten. Hier also 1.890 € ÷ (129 € − 45 €) ≈ 22 Monate. In diesem Beispiel gilt: Wer seine Website länger als knapp zwei Jahre ohne größere Umbauten nutzt, fährt mit dem Kauf günstiger.
Die Rechnung kippt, wenn beim Kauf mehr Pflege anfällt als angenommen, eine teure Reparatur nach einem Hack dazukommt oder du nach zwei Jahren ohnehin neu starten willst. Und sie bildet nicht ab, was das Abo jenseits des Preises bietet: kein Startkapital, kein großer Betrag, der verloren ist, wenn du nach ein paar Monaten aufhörst, und keine Technik, um die du dich kümmern musst.
Was du bei der Entscheidung beachten solltest
1. Liquidität oder Gesamtkosten: 1.890 € auf einmal tun mehr weh als 129 € im Monat, gerade in der Gründungsphase. Über einen langen Zeitraum zahlst du im Abo aber mehr. Entscheide, was für dich gerade zählt. Wie sich beide Varianten steuerlich auswirken, klärst du am besten mit deinem Steuerbüro.
2. Wer kümmert sich um die Technik? Beim Kauf bist du für Updates, Sicherheit und Hosting verantwortlich oder bezahlst jemanden dafür. Im Abo ist das unsere Aufgabe. Frag dich ehrlich, wer das bei dir übernehmen würde.
3. Flexibilität: Im Abo kommst du monatlich raus, wenn sich dein Geschäft ändert. Kleine Änderungen sind inklusive, größere kosten in beiden Modellen extra. Beim Kauf hast du dafür freie Wahl, wer künftig an deiner Website arbeitet.
4. Eigentum und Ausstieg: Klär vor Vertragsschluss, was bei einer Kündigung passiert, egal bei welchem Anbieter. Gehört dir die Website oder nur die Domain? Bekommst du deine Texte und Bilder? Gibt es Klauseln zur Preisanpassung? Bei uns ist es eindeutig: Im Abo mietest du, beim Kauf besitzt du.
Für wen sich was lohnt
Das Abo passt, wenn
- du gerade gründest oder dein Kapital lieber ins Geschäft steckst,
- du dich um keine Technik kümmern willst,
- du regelmäßig kleine Änderungen brauchst,
- du noch nicht weißt, ob die Website in drei Jahren noch so aussehen soll.
Der Kauf passt, wenn
- du die Website besitzen willst,
- sie viele Jahre ohne große Umbauten laufen soll,
- du selbst technisch fit bist oder einen festen Partner für die Pflege hast,
- für dich vor allem die Gesamtsumme über die Nutzungsdauer zählt.
Und der Baukasten? Er kann für den Start reichen, wenn du Zeit für Aufbau und Pflege hast und mit den Grenzen bei Design und Technik leben kannst. Dann bezahlst du vor allem mit deiner eigenen Zeit.
Fazit: Keine Glaubensfrage, sondern eine Rechnung
Abo oder Kauf ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Rechnung mit ein paar ehrlichen Annahmen: Wie lange nutzt du die Website? Wie viel ändert sich? Wer kümmert sich um die Technik? Rechne beide Varianten mit deinen eigenen Zahlen durch, dann ist die Entscheidung meist schnell klar.
Alle Details zum Abo findest du auf der Seite Website-Abo. Ob Kauf oder Abo für dich besser passt, besprechen wir gern im kostenlosen Erstgespräch.



