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WordPress zu Next.js migrieren: Kosten, Ablauf und was du wissen musst

WordPress zu Next.js migrieren: was der Umstieg kostet, wie er abläuft, wie du deine Rankings schützt und wann sich eine Migration nicht lohnt.

Tymur VagabovVagabov AgencyAktualisiert am 5 Min. Lesezeit
WordPress zu Next.js migrieren: Kosten, Ablauf und was du wissen musst
Inhalt · 4 Abschnitte

Ein typisches Bild: eine WordPress-Seite mit Dutzenden aktiven Plugins, ständig neuen Update-Hinweisen, ein paar Sicherheitswarnungen im Dashboard und einer Ladezeit, bei der Besucher ungeduldig werden. Die Frage dazu lautet meistens: „Kann man das retten?“ Meine ehrliche Antwort: Oft ja. Aber manchmal ist ein sauberer Neuaufbau kaum teurer als eine gründliche Rettung – und auf Dauer die bessere Wahl.

Wir bauen Websites mit Next.js, auch als Ersatz für bestehende WordPress-Seiten. Nicht, weil WordPress schlecht wäre – ein gut gepflegtes WordPress kann schnell und sicher sein. Sondern weil sich die Rechnung bei vielen gewachsenen Seiten verschiebt. Hier erfährst du, was eine Migration kostet, wie sie abläuft, wie du deine Rankings schützt und wann sie sich nicht lohnt.

Die Kosten: Einmalaufwand vs. Dauerbaustelle

Die laufenden Kosten einer WordPress-Seite sieht man selten auf einen Blick: Plugin- und Theme-Updates, Lizenzen für Premium-Plugins, Backups, Sicherheits-Checks, gelegentliche Reparaturen nach einem Update. Ein Rechenbeispiel: Angenommen, die Pflege kostet dich zwei Stunden im Monat zu einem Stundensatz von 100 € – entweder deine eigene Zeit oder die einer Entwicklerin. Das sind 2.400 € im Jahr, nur für Wartung, ohne eine einzige Verbesserung.

Ein Neuaufbau mit Next.js orientiert sich bei uns an festen Paketpreisen: 950 € für eine Landing Page, 1.890 € für eine Business-Website mit bis zu fünf Seiten, 3.400 € für Shops und individuelle Projekte. Jede weitere Unterseite kostet einen festen Aufpreis. Wie viele Seiten und Beiträge umziehen müssen und wie viele Weiterleitungen nötig sind, klären wir vorab – so steht der Preis fest, bevor es losgeht.

Danach hast du zwei Wege: Beim Einmalprojekt gehört die Website dir, inklusive aller Rechte; laufend kommen nur noch überschaubare Kosten für Domain und Hosting dazu. Oder du entscheidest dich für das Website-Abo ab 129 € im Monat: keine Anzahlung, keine Setup-Gebühr, monatlich kündbar. Hosting, SSL, Entwicklung und Support sind enthalten, kleinere Änderungen wie Texte, Bilder oder Farben ebenfalls.

Ehrlich bleiben muss man auch hier: „Nie wieder Updates“ stimmt nicht. Eine Next.js-Seite hat deutlich weniger bewegliche Teile als ein WordPress mit vielen Plugins und damit eine kleinere Angriffsfläche. Aber auch Next.js braucht Updates – 2025 gab es zum Beispiel eine kritische Sicherheitslücke, die schnelle Patches nötig machte. Der Unterschied: Updates sind seltener und planbar, statt dass ständig ein anderes Plugin Aufmerksamkeit verlangt.

Rechne also mit deinen eigenen Zahlen: Was kostet dich die Pflege heute im Jahr – Zeit, Dienstleister, Lizenzen? Was kostet der Neuaufbau einmalig, und was fällt danach laufend an? Im Beispiel oben stehen 2.400 € Wartung pro Jahr einem einmaligen Neuaufbau ab 1.890 € gegenüber. Sinken die laufenden Kosten danach deutlich, rechnet sich der Umstieg oft innerhalb von ein bis zwei Jahren – aber eben nur, wenn deine Ausgangszahlen ähnlich aussehen.

Der Ablauf: 5 Phasen bis zum Go-live

Wie lange eine Migration dauert, hängt vor allem vom Umfang ab. Eine Business-Website ist bei uns in der Regel nach zwei bis drei Wochen fertig, Shops und individuelle Projekte nach drei bis sechs Wochen. So läuft es ab:

Phase 1: Bestandsaufnahme. Welche Seiten gibt es? Welche URLs bringen Besucher und müssen erhalten bleiben? Welche Titel und Meta-Beschreibungen funktionieren? Welche Weiterleitungen sind nötig? Am Ende steht eine vollständige Liste aller alten und neuen Adressen.

Phase 2: Konzept und Design. Eine Migration ist die Gelegenheit für ein Upgrade: gleiche Inhalte, zeitgemäßeres Layout, bessere Nutzerführung. Du bekommst ein Konzept zur Freigabe, bevor entwickelt wird.

Phase 3: Entwicklung. Next.js-Frontend, auf Wunsch ein Headless CMS (zum Beispiel Payload oder Strapi), damit du Inhalte selbst pflegen kannst, strukturierte Daten nach Schema.org und Optimierung der Core Web Vitals. Getestet wird in einer eigenen Testumgebung, deine alte Seite läuft so lange normal weiter.

Phase 4: Content-Transfer. Texte, Bilder und Meta-Daten ziehen ins neue System. Formulare werden neu gebaut und getestet, Cookie-Banner und Statistik neu eingerichtet, Weiterleitungen angelegt.

Phase 5: Go-live. DNS umstellen, SSL-Zertifikat prüfen, Sitemap in der Google Search Console einreichen. Ziehst du dabei auch auf eine neue Domain um, gehört das Tool zur Adressänderung in der Search Console dazu. Die alte WordPress-Installation wird vor dem Abschalten vollständig als Backup gesichert.

Was mit deiner SEO passiert – die Angst vor Ranking-Verlust

Das ist meist die größte Sorge, und sie ist berechtigt. Google weist selbst darauf hin, dass es bei einem Umzug mit geänderten URLs vorübergehend zu Schwankungen im Ranking kommen kann. Bei einer sauberen Migration lassen sich größere, dauerhafte Verluste aber in aller Regel vermeiden. Bei einer schlampigen Migration – fehlende Weiterleitungen, verlorene Inhalte – kann dagegen viel Sichtbarkeit verloren gehen.

Checkliste für eine SEO-sichere Migration:

  • 301-Weiterleitungen von jeder alten URL auf die passende neue URL – nicht pauschal auf die Startseite.
  • Titel und Meta-Beschreibungen übernehmen oder bewusst verbessern.
  • Inhalte vollständig übernehmen: keine Texte, Überschriften oder Bildbeschreibungen unterwegs verlieren.
  • Strukturierte Daten erhalten und ergänzen.
  • Interne Links auf die neuen URLs umstellen.
  • Neue Sitemap erstellen und in der Search Console einreichen.
  • In den ersten Tagen und Wochen nach dem Go-live Crawling-Fehler und 404-Seiten prüfen und beheben.

Eine schnellere Seite allein garantiert keine besseren Rankings. Google bewertet vor allem Relevanz und Qualität der Inhalte; Ladezeit und Nutzererlebnis spielen mit hinein, wenn mehrere Seiten ähnlich gute Antworten liefern. Der größte Gewinn einer Migration liegt deshalb oft woanders: Eine schnelle, aufgeräumte Seite ist angenehmer zu nutzen, und du kannst Inhalte leichter verbessern, ohne Angst vor dem nächsten Plugin-Konflikt.

Wann sich die Migration NICHT lohnt

Eine Migration ist kein Selbstzweck. In diesen Fällen rate ich eher ab:

  • Deine WordPress-Seite ist klein, läuft stabil, lädt schnell, und du hast keine Erweiterungspläne.
  • Dein Team kennt WordPress gut und arbeitet täglich damit. Die Umstellung kann dann mehr kosten, als sie bringt.
  • Dein Geschäft hängt an speziellen Plugins, etwa für Buchungen, Mitgliederbereiche oder einen umfangreichen WooCommerce-Shop, die du sonst aufwendig nachbauen müsstest.
  • Du brauchst vor allem ein System, in dem viele Leute ohne Einarbeitung Inhalte pflegen – dann ist ein gut aufgesetztes WordPress oft die pragmatischere Wahl.

Für alle anderen gilt: Rechne nach. Was gibst du pro Jahr für Wartung, Lizenzen und Reparaturen aus – und was würde ein Neuaufbau einmalig und laufend kosten? Wenn du WordPress und Headless-Ansätze grundsätzlich vergleichen willst, hilft dir unser Vergleich Headless CMS vs. WordPress.

Wenn du deine konkrete Situation durchsprechen willst, schauen wir sie uns im kostenlosen, 30-minütigen Erstgespräch an – mit einer ehrlichen Einschätzung, ob sich der Umstieg für dich rechnet.

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