WordPress zu Next.js migrieren 2026: Kosten, Ablauf und was Sie vorher wissen müssen
5. Juni 2026 · 3 Min. Lesezeit

Jede Woche spricht mich ein Unternehmer an, dessen WordPress-Seite zum Albtraum geworden ist. 47 aktive Plugins. 23 Update-Benachrichtigungen. 4 Sicherheitswarnungen. Und eine Ladezeit von 5,2 Sekunden. "Kann man das retten?", fragt er. Meine Antwort: "Man kann. Aber es wird nicht billiger als neu bauen."
Seit 2024 migrieren wir regelmässig WordPress-Seiten zu Next.js. Nicht weil wir WordPress hassen — sondern weil die Zahlen sprechen. Hier ist, was eine Migration 2026 kostet, wie sie abläuft und wann sie sich rechnet.
Die Kosten: Einmalkauf vs. Dauerschmerz
Eine WordPress-Seite mittlerer Komplexität mit 20 Plugins zu warten kostet Sie im Schnitt 2–3 Stunden pro Monat — entweder Ihre Zeit oder die eines Entwicklers für 80–120 €/h. Das sind 2.400 € im Jahr. Nur für Wartung. Ohne Verbesserungen.
Eine Migration zu Next.js — inklusive Neuaufbau, Content-Transfer, SEO-Erhalt und Schema.org-Markup — kostet bei uns zwischen 1.800 € und 2.800 €, je nach Seitenumfang. Danach: 99 €/Monat im Website-Abo für Hosting, Updates und Support. Keine Plugin-Updates mehr. Keine Sicherheitslücken. Keine Überraschungen.
Break-Even: Bei 2.400 €/Jahr Wartungskosten hat sich die Migration nach 12–14 Monaten amortisiert. Ab dann sparen Sie jedes Jahr 1.200 €+. Und Ihre Website lädt in 0,8 statt 5,2 Sekunden.
Der Ablauf: 5 Phasen in 3–4 Wochen
Phase 1: Content-Audit (2 Tage). Welche Seiten existieren? Welche URLs müssen erhalten bleiben? Welche SEO-Werte (Title-Tags, Meta-Descriptions) müssen 1:1 übernommen werden? Welche 301-Weiterleitungen braucht es?
Phase 2: Design-Refresh (3 Tage). Sie bekommen kein 1:1-Redesign. Sie bekommen ein Upgrade. Gleiche Inhalte, moderneres Layout, bessere UX. Wir zeigen Ihnen 2 Konzepte — Sie wählen.
Phase 3: Entwicklung (10 Tage). Next.js-Frontend, Headless CMS (Payload oder Strapi) für Ihre Inhalte, Schema.org-Markup für alle Seiten, Core Web Vitals Optimierung. Ihre neue Domain oder Subdomain zum Testen.
Phase 4: Content-Transfer (3 Tage). Texte, Bilder, Meta-Daten — alles wandert ins neue CMS. Formulare werden neu gebaut und getestet. Weiterleitungen eingerichtet.
Phase 5: Go-Live (1 Tag). DNS-Umstellung, SSL-Zertifikat, Google Search Console-Benachrichtigung. Ihre alte WordPress-Installation bleibt 30 Tage als Backup erreichbar.
Was mit Ihrer SEO passiert — die Angst vor Ranking-Verlust
Das ist die Frage, die jeder Kunde stellt. Und die Antwort ist: Wenn die Migration sauber ist, verlieren Sie nichts. Wenn sie schlampig ist, verlieren Sie alles.
Unsere Checkliste für SEO-sichere Migration: 301-Weiterleitungen für jede alte URL → neue URL. Title-Tags und Meta-Descriptions 1:1 übernehmen. Strukturierte Daten erhalten und verbessern. Sitemap aktualisieren und bei Google einreichen. Crawling-Fehler 72 Stunden nach Go-Live prüfen.
Ein typisches Beispiel aus unserer Arbeit: Ein produzierendes Unternehmen aus Rheinland-Pfalz mit einer 30-seitigen WordPress-Seite liess 2025 zu Next.js migrieren. Das Ergebnis: Ladezeit von 4,1 auf 0,7 Sekunden gesunken. Ranking für das Haupt-Keyword drei Monate nach Go-Live von Position 12 auf Position 3. Nicht weil Next.js magisch rankt — sondern weil Google jede gesparte Ladesekunde mit besserer Sichtbarkeit belohnt.
Wann sich die Migration NICHT lohnt
Wenn Ihre WordPress-Seite 5 Seiten hat, sauber läuft, unter 2 Sekunden lädt und Sie keine Erweiterungspläne haben — bleiben Sie. Eine Migration ist kein Selbstzweck. Wenn Sie ein internes WordPress-Team haben, das nur WordPress kann — bleiben Sie. Die Schulungsumstellung kostet mehr als die Migration bringt. Für alle anderen: Rechnen Sie. Lohnt es sich, 2.400 €/Jahr für Wartung auszugeben — oder einmal 2.400 € für eine Migration, die Sie 5 Jahre trägt?
Schreiben Sie mir an tymur@vagabov.de mit dem Betreff "Migration" — und Ihrer aktuellen Website-URL. Ich schaue mir Ihre Seite an und sage Ihnen in 24 Stunden, ob sich die Migration rechnet. Kostenlos. Ehrlich.


